Mannschaftsübung in Thun-Allmendingen 02.05.2011

Alle Feuerwehren sind verpflichtet, mindestens zwei Stunden pro Jahr am Feuer zu üben. Entgegen den letztjährigen Ausbildungseinheiten in Büren an der Aare fuhren wir dieses Jahr nach Thun-Allmendingen ins Regionale Ausbildungszentrum.

 

Nach umfangreichen, administrativen Vorbereitungen starteten die ersten Kadermitglieder bereits um 14 Uhr mit den Fahrzeugen Richtung Thun. Die Lokalitäten dort sind gut aufgebaut, aber sämtliches Übungsmaterial mussten wir selbst mitbringen und aufbauen. Elf Kadermitglieder hatten sich darauf vorbereitet, den restlichen Feuerwehrleuten (ohne Atemschutz) eine interessante, abwechslungsreiche und lehrreiche Übung zu bieten.

 

Nachdem alles bereitgestellt war, konnte eine kurze Verschnauf- und Verpflegungspause eingeschaltet werden, bevor um 18 Uhr der Rest der angemeldeten Feuerwehrler eintrafen. Nach der Begrüssung wies unser Kommandant vehement auf die eigene Sicherheit hin. Hier gibt es keine Schalter, welche das Feuer sofort stoppen oder die Hitze wegsaugen (im Brandhaus herrschten zum Teil Temperaturen bis 140°C!).

 

Folgende vier Posten waren bereitgestellt:

 

1. Hochdrucklüfter, Belüften und entrauchen

2. Brandhaus, Verhalten in der Wärme

3. Kleinlöschgeräte

4. dreifacher Löschangriff

 

Um die Übungen durchführen zu können, standen über 30 Feuerlöscher, Löschdecken, Eimerspritzen, 180 Liter Brennstoff und etliches Holz zur Verfügung.

 

Alles in allem kann der Abend als Erfolg bezeichnet werden. Wahrscheinlich getraute sich sogar der eine oder andere etwas mehr zu fragen/probieren, da wir "unter uns" blieben und konnte so sein Wissen mit einer weiteren Erfahrung vertiefen.

 

Um zirka 22 Uhr kann von den Meisten die Heimreise angetreten werden. Bis jedoch der letzte Schlauch weggeräumt und das letzte Feuerlein gelöscht sind, verstreicht eine weitere Stunde.

 

Müde, aber zufrieden, kehren die Verantwortlichen um Mitternacht nach Hause zurück. Leider war die Motivation nicht bei allen da, an dieser Übung teilzunehmen. Hoffen wir, dass sich dies im nächsten Jahr ändert!